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Wie gelingt die industrielle Transformation? Welche Technologien bringen echte Wirkung – und wie können Forschung, Wirtschaft und Politik gemeinsam den Wandel gestalten? Antworten auf diese Fragen lieferte die Veranstaltung „Industrie-Impulse“ am 27. März 2025 in Wien. Der Klima- und Energiefonds lud im Rahmen der FTI-Initiative für die Transformation der Industrie zum Austausch – mit hochkarätigen Expert*innen, praxisnahen Projektbeispielen und spannenden Impulsen aus dem Innovationslabor NEFI+.
Globale Zusammenarbeit ist unerlässlich für die industrielle Transformation. Oliveira betonte in ihrer Keynote: Der globale Norden ist auf saubere Rohstoffe und günstige Energie aus dem Süden angewiesen – der globale Süden auf stabile Partnerschaften und Investitionen. Der Stahlsektor sei ein Paradebeispiel für mögliche Win-Win-Kooperationen, die Emissionen senken, Arbeitsplätze schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Innovation braucht mehr als Technologie – sie braucht neue Geschäftsmodelle, klare politische Rahmenbedingungen und starke Allianzen. Technologien wie CCUS sind dabei Schlüsselwerkzeuge – doch entscheidend ist das Vertrauen zwischen Industrie, Forschung, Finanzwelt und Staat. Die Transformation findet längst statt – tagtäglich, in großem Maßstab.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen auch die aktuellen Entwicklungen im Innovationslabor NEFI+. Als Herzstück der FTI-Initiative begleitet NEFI+ die industrielle Transformation – und bringt Forschung, Unternehmen und Technologieanbieter an einen Tisch.
In sechs spezialisierten NEFI Innovation Hubs werden konkrete Lösungen für zentrale Herausforderungen entwickelt, getestet und bewertet:
NEFI+ versteht sich als Katalysator: Mit strukturierten Impact Assessments, methodischer Begleitung und internationaler Sichtbarkeit unterstützt das Innovationslabor die raschere Umsetzung zukunftsweisender Technologien in der industriellen Praxis.
Ein Highlight war die Präsentation des NEFI-Forschungsprojekts Industry4Redispatch. Ziel: Industrielle Energieversorgung so flexibel zu gestalten, dass erneuerbare Energien effizient und sicher integriert werden können – ein essenzieller Baustein für die Energiewende.
Auch die neuen NEFI-Forschungsprojekte HIPI (Hochtemperatur-Wärmepumpen für Industrie, INNIO & AIT) und ImpreDry (energieeffiziente Papierimprägnierung, Fundermax & AIT) zeigten eindrucksvoll: NEFI+ schafft den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis – mit messbaren CO₂-Einsparungen und internationalem Vorbildcharakter.
Die FTI-Initiative für die Transformation der Industrie – finanziert durch das BMK und umgesetzt vom Klima- und Energiefonds – ist ein zentrales Förderinstrument, um innovative Technologien rasch zur Marktreife zu bringen. Sie ermöglicht Forschung, Pilotprojekte und Qualifizierungsmaßnahmen entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette.
Das Ziel ist klar: Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit vereinen – durch mutige Projekte, starke Netzwerke und gemeinsame Visionen.
Zum Abschluss der Veranstaltung brachte ein Workshop- und Match-Making-Format Akteur*innen aus Forschung, Industrie und Technologieentwicklung zusammen. In direktem Austausch wurden Projektideen diskutiert, Partnerschaften angebahnt und neue Kooperationsansätze entwickelt.
Das Format bestätigte einmal mehr: Die Zukunft entsteht im Dialog. Und NEFI+ bietet dafür die passende Plattform.
Die industrielle Transformation ist keine ferne Vision – sie ist gelebte Realität. Dank Initiativen wie NEFI+, engagierten Unternehmen und einer exzellenten Forschungslandschaft ist Österreich auf einem klaren Kurs Richtung klimaneutrale Industrie.
Zum Überblick über Fördermöglichkeiten: Präsentation
Zur Presseaussendung des Klima- und Energiefonds: Transformation der Industrie braucht Innovation und Leuchttürme – Klima- und Energiefonds